Was ist ein Zahn-Implantat?

Ein Zahnimplantat beschreibt eine künstliche, in den Kiefer eingesetzte Zahnwurzel.
Diese künstliche Zahnwurzel ist meist wie ein Zylinder oder eine Schraube aufgebaut. Sie wird in den Kiefer eingeschraubt, um verloren gegangene Zähne zu ersetzen. Im Laufe der Zeit verwächst sie vollständig mit dem Kieferknochen und übernimmt so die vollständige Funktion einer normalen Zahnwurzel. Auf die künstliche Zahnwurzel werden meist Kronen, Brücken oder herausnehmbare Zahnersätze montiert.
Es wird zwischen einteiligen und zweiteiligen Zahnimplantaten unterschieden. Die eben beschriebene Variante zählt zu den zweiteiligen Zahnimplantaten. Es gibt aber auch Zahnimplantate aus nur einem Stück (Zahnwurzel inkl. Implantatkörper).
Zahnimplantate werden seit über 40 Jahren verwendet. Die idealen Werkstoffe für solche Implantate sind Reintitan und Keramik.
Zur Zeit gibt es allein in Deutschland über 100 verschiedene Implantatsysteme.
Zahnärzte verwenden heutzutage meist Implantate aus Titan. Titan gilt als besonders gewebefreundlich und verwächst schnell mit dem Kieferknochen. Weiterhin ist Titan biologisch neutral und löst weder allergische Reaktionen noch Fremdkörperreaktionen aus.
Neben den Titanzahnimplantaten gibt es auch Keramik-Implantate. Keramik ist extrem bruchsicher und biologisch gut verträglich. Jedoch gibt es bei Keramikimplantaten auch Nachteile: Die Knochenheilung dauert sehr lange (meist 24 Wochen) und der Patient darf die Stelle nicht großartig belasten. Zahnärzte haben noch keine Langzeiterfahrungen mit Keramikimplantaten. Es kann also nicht garantiert werden, ob solch ein Implantat immer stabil bleibt. Weiterhin sind Keramikimplantate sehr teuer.
Eine weitere Variante sind die Diskimplantate, welche jedoch nur selten zum Einsatz kommen. Diese werden von der Seite in den Kieferknochen geschraubt. Diskimplantate haben den Vorteil, dass sie sofort belastet werden können. Trotzdem werden diese Implantate von Wissenschaftlern nicht empfohlen. Grund: die Implantate machen meist Probleme und hinterlassen bei auftretenden Entzündungen größere Schäden.
Eine weitere Variante für Zahnimplantate sind Mini-Implantatsysteme. Wie der Name schon erahnen lässt, ist der Durchmesser solcher Implantate geringer als die Standardgrößen. Damit trotz der geringen Größe des Implantats die Stabilität gewährleistet ist, kommen hier die einteiligen Implantate zum Einsatz. Miniimplantate können sofort belastet werden und sind für dauerhafte Beständigkeit bekannt.

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